Ondruper Kapelle

Ondruper Kapelle

Als älteste Vollplastik des Vechtaer Raums kann die möglicherweise aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende Ondruper Madonna gelten, deren ursprünglicher Standort vermutlich auf dem Altar der 11.000 Jungfrauen in der Quakenbrücker Sylvesterkirche (oder aber in der Vechtaer St.-Georg-Kirche)war. Sie fand bis 1967 ihren Platz in der 1666 errichteten Ondruper Wegkapelle, die 1852 einem Neubau weichen mußte.

Die Sage berichtet, daß in den ersten christlichen Zeiten noch wenig Kirchen in unserer Gegend vorhanden waren, in Steinfeld an einen Kirchenbau noch nicht gedacht wurde, die Bewohner dieser Gegend den Gottesdienst in Jacobidrebber (Diepholz) besuchen mußten. Der weite und beschwerliche Weg durch das Moor wurde den Leuten, namentlich den betagten, bald sehr lästig. Als einst der alte Rohlfes, der erste christliche Bewohner Ondrups, auf´s äußerte erschöpft durch das Moor wanderte, richtete er in seiner Verzagtheit ein inständiges Gebet zum Himmel und bat um Abhilfe der Kirchennot in seinem Heimatort. Da erscholle eine Stimme: "Willst du den Grund und Boden zu einem Gotteshaus hergeben?" Er antwortete, er stelle jeden beliebigen Platz zur Verfügung. Bei seiner Rückkehr fand er an der Stelle, wo jetzt die Kapelle steht, nicht nur das nötige Baumaterial zu einer Kirche, sondern auch Bilder und Statuen zu deren Ausstattung.